Jazzbüro

Der Verein Jazzbüro Hamburg ist der Dachverband und das zentrale Netzwerk für Jazz in Hamburg.

Über uns

Das Jazzbüro Hamburg vertritt die Interessen der Jazz-Musiker*innen und Jazz-Akteur*innen. Wir sind ein Bindeglied zwischen Politik, Öffentlichkeit und der Szene. Wir verstehen Jazz als lebendige Musik, die neue Strömungen aufgreift und Trends setzt. Jazz lebt ganz besonders vom kulturellen Austausch. Daher fördern wir den nationalen und internationalen Austausch zwischen Musiker*innen. Uns interessiert die aktuelle Vielfalt des Jazz und das Image Hamburgs als Musikstadt. Unser Ziel ist Hamburg als „Jazzstadt“ zu gestalten, ein Ort, in dem der Jazz die ihm zukommende Rolle im Musikleben der Stadt einnimmt.

Foto: Thomas Schloemann

Mitglieder, Vorstand & Team

Die Mitglieder des Vereins sind einzelne Musiker*innen, Journalist*innen, Veranstalter*innen, Wissenschaftler*innen und Jazz-Interessierte sowie ab 2020 wieder Personenvereinigungen. Der Verein zählt aktuell (Stand Mai 2020) 48 Mitglieder.
Uns verbindet die Leidenschaft für die Jazzszene Hamburgs, der Spaß, das Engagement, Projekte und Ideen zu verwirklichen.

Dem gewählten Vorstand gehören seit Dezember 2019 an :

1. Vorsitzender: Prof. Lars Seniuk – Komponist, Dirigent, Trompeter und Hochschullehrer

stellvertretender Vorsitzender: Günter Muncke – Jazzfan seit den 50er Jahren und im Vorstand der Jazz Federation Hamburg

Kassenwart: Mischa Schumann – Musiker und Komponist

Geschäftsführung: Mücke Quinckhardt – Kulturmanagerin

Mitglied werden!

Geschichte des Jazzbüro Hamburg

Als sich der Verein 1996 formierte, war von einer aktiven Jazzszene in der Stadt nichts zu spüren. Man sprach von der Jazzstadt Hamburg in der Vergangenheit und lobte damit vor allem die Nachkriegszeit. Hamburg war Mitte der Neunziger vornehmlich Veranstaltungsort für auswärtige Gäste (Fabrik, Musikhalle, Stadtpark, Jazz Port Festival…). Einige freie Musiker*innen und Student*inne waren engagiert, aber außer auf den Sessions im Birdland und im Dennis Swingclub hatten sie keinen Platz zu spielen.
Der NDR sendete täglich zwei Stunden Jazz, die Hamburger Szene jedoch kam weder in den Sendungen noch in den Konzerten im Rolf Liebermann Studio vor. Einzige Ausnahme: die NDR Bigband, die Hamburger Musiker*innen als Sub engagierte und die maßgeblich an der Entwicklung des Studiengangs Jazz an der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) beteiligt war.
Daraus erwuchs der Gedanke, eine Instanz ins Leben zu rufen, die für den Jazz in Hamburg eintritt – insbesondere für den modernen zeitgenössischen Jazz und die improvisierte Musik. Die Initiative erfolgte durch die aktiven Musiker*innen selbst, in enger Zusammenarbeit mit der Kulturbehörde Hamburg, die das Jazzbüro seitdem institutionell fördert. Erstes gemeinsames Projekt war 1995 ein Open-Air-Festival in Planten un Blomen (später Jazz Open). Das gab schließlich den Anstoß für die Gründung des Vereins Jazzbüro Hamburg im Frühjahr 1996. Gründungsmitglieder waren insbesondere die Musikervereine Tonart & Jazzhaus.  2002 wurde der Verein in einen Personenverein umstrukturiert.

2004 veranstaltete der Verein gemeinsam mit der NDR Jazzredaktion die ersten Hamburger Jazztage (mehr unter vergangene Projekte). Nach dem Aus des New Jazz Festivals in der FABRIK (ehemals auch im Onkel PÖ) und dem JazzPort Festival im Zelt vor den Deichtorhallen gab es wieder ein Jazzfestival in der Stadt. Das neue Konzept: internationale Gäste teilen sich die Bühne mit Hamburger Künstler*innen.

Die (zeitweilige) Schließung des Jazzclubs Birdland im Jahre 2013 war ein einschneidender Moment für die Szene, die sich zunehmend besann, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Musiker*innen suchten nach neuen Veranstaltungsorten und schufen gemeinsam mit Clubs, Vereinen und Vereinigungen neue Jazzreihen. Nina Sauer und Tina Heine hatten mit dem ELBJAZZ-Festival ein neues Wahrzeichen für den Jazz in Hamburg geschaffen. Dank des Anstoßes durch die Dr. E. A. Langner wurde die Jazz-Ausbildung an der HfMT ausgebaut und verstetigt. Die Messe Jazzahead! bot den idealen internationalen Kontext.

Diese Entwicklung hat über die Jahre auch das Jazzbüro vor neue Aufgaben gestellt. Anfang 2019 entwickelten rund 20 Akteure der Hamburger Jazzszene auf Einladung des Jazzbüros und unter professioneller Leitung in drei intensiven Seminartagen eine Strategie für die „Jazzstadt Hamburg“. Alle Teilnehmer*innen waren sich einig, dem Jazzbüro dabei die Rolle als Dach- und Fachverband zuzuweisen. Diesem Auftrag entsprach die Mitgliederversammlung des Jazzbüros im Dezember 2019 und änderte seine Satzung dahingehend, dass in Zukunft auch (wieder) Personenvereinigungen und Vereine beitreten können. Die Erwartung und Hoffnung ist, dass sich der Verein so immer mehr zum schlagkräftigen Zentrum der Szene und des Netzwerks entwickelt.