World Slum Love
Freitag, 25.02.2011, 21.00 Uhr, Malersaal (18,-/8,-€)
Isabel Navarro (Act), Hans-Christoph Hartmann (Musik)

Ein genreübergreifendes Zusammenspiel von Theater, Tanz und Musik über die Liebe in Zeiten globaler Verelendung
Wie erfährt man Liebe in einer Situation, in der man nichts zu gewinnen oder zu verlieren hat? Anhand dieser Fragen entwickelt sich das Stück aus Melodien, Rhythmen, verschiedenen Sprachen und Tanzfragmente zu einem gleichberechtigten Dialog zwischen Schauspielerin und Musiker.
Das Thema wird vor dem Hintergrund der Ereignisse im September 2005 an der spanisch-marokkanischen Grenze betrachtet. Der Sprung ins Liebesabenteuer kollidiert mit dem verzweifelten Sprung über den Zaun an der spanischen Exklave. Ausgangspunkt sind zwei ineinanderfließende Bilder, die für aufeinanderprallende Welten stehen: Zum einen, ein Liebespaar am Strand, ein Zitat aus der romantisierenden Vorstellung von Liebe und Sehnsucht nach Leidenschaft. Zum anderen, das reale Bild eines toten Afrikaners, der an die Klippen gespült wurde. Einer von vielen, die seit den 90er Jahren mit nicht unbedingt seetüchtigen Booten Spanien bzw. Europa erreichen möchten.
Sprache und Musik, Schauspiel und Bühnenbild bilden eine Einheit auf der Suche nach Liebe in unsicheren Zeiten. Die Musik schwebt zwischen Kompositionen und Improvisation, zwischen Geräuschen und Assoziationen. Neben Grooves und traditionellen Jazzelementen stehen ausgeweitete Formen, spontane Eruptionen und Cluster.
Im Herbst 2005 wurde das Stück im Rahmen des Hamburger Eigenarten Festivals im Goldbekhaus sowie im Hamburger Sprechwerk gezeigt. Im April und Oktober 2006 wurde es im Hamburger Lichthof - Theater am alten Gaswerk gespielt.
Am 16. November 2006 war es auf Kampnagel Hamburg und im November 2008 in der Bremer Schwankhalle zu sehen.
Es ist knapp 60 Minuten lang und wurde von der Kulturbehörde Hamburg unterstützt.


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